KOCHEN GEGEN ARMUT UND TRUNKSUCHT


KOCHEN GEGEN ARMUT UND TRUNKSUCHT                                                                                                                                                                                                                 Zur Geschichte der Wanderküche

Die neue Sonderausstellung im Schlossmuseum für Wohnkultur fragt nach einem Zusammenhang, der ab Ende des 19. und bis weit ins 20. Jahrhundert von Bedeutung war.  Anlass dazu gab das hundertjährige Jubiläum der Berner Frauenzentrale.
Frauenvereine haben sich seit ihrer Gründung mit der ungenügenden Ernährungssituation der ärmeren Bevölkerung und deren weitreichenden Folgen befasst. Die Vermutung lag nahe, dass Mangel- und Fehlernährung Armut und Alkoholismus begünstigten wenn nicht sogar ursächlich zusammenhingen. Unterricht der jungen Mädchen und angehenden Hausfrauen in Kochen und Haushaltführung wurde gefordert und angeboten: so unter anderem mit sogenannten Wanderkursen im ländlichen Gebiet.

Kernstück der Kurse waren die Wanderküchen. Eine davon – heute in der Sammlung des Bernischen Historischen Museums  – wird im Originalzustand in der Ausstellung präsentiert. Um dieses Zentrum gruppieren sich weitere Objekte, Informationstafeln, Kurzbiografien von führenden Exponentinnen dieser Volksbildungsbewegung und viel Fotomaterial. Dabei werden Zusammenhänge zwischen Ernährung, Gesundheit und Schichtzugehörigkeit aufgezeigt. Auch wird die Rolle von Institutionen wie den Gemeinnützigen Gesellschaften und ersten Frauenvereinen in diesem Zusammenhang verständlich.
Ein zweites Thema sind die gleichzeitig entstandenen Hauswirtschaftsschulen – für den Kanton Bern wichtig dessen erste Haushaltungsschule Worb und das Hauswirtschaftsinternat für „bessere Töchter“ auf Schloss Ralligen am Thunersee.
Ein dritter Strang widmet sich der Geschichte der Kochbücher. Dank der umfangreichen Sammlung des Schweizerischen Gastronomiemuseums kann die Entwicklung des Kochbuchs – für Schulen wie für Privathaushalte –anhand zahlreicher Exponate von 1834 bis in die Gegenwart nachverfolgt werden.

Die Geschichte des Kochunterrichts und der Kochbücher mit Schwerpunkt im Kanton Bern nachzustellen, wird im historischen Interieur von Schloss Hünegg, Museum für Wohnkultur, besonders anschaulich.

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